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Veröffentlicht am 10.04.2016 von nemesis

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Kamelot

Ein Symphonic-Komet sucht seinesgleichen

Epica – nur eine der hochkarätigen Platten aus dem Hause Kamelot, doch öffnete sie der Band viele Türen. Bereits seit 1995 veröffentlichen die Mannen um Bandgründer und Gitarrist Thomas Youngblood erstklassige Alben, die in den ersten Jahren ebenso stark durch Mark Vanderbilt´s enorm ausdrucksstarke Vocals geprägt waren.

1991 in Florida gegründet, unterzeichnete die Band drei Jahre darauf einen Plattenvertrag mit Noise Records und im August 1995 erschien das Debut Eternity, das sicher nicht die ganze Bandbreite des schöpferischen Könnens der Band zeigte, aber nichtsdestotrotz eine tolle Scheibe ist, die sich ein wirklicher Fan nicht entgehen lassen darf.

„Liar Liar“ (feat. Alissa White-Gluz)

Band-Karussell – es trifft eben jeden mal

Bereits ein Jahr später standen Kamelot mit dem Nachfolger auf der Matte. Dominion zeigte sich noch facettenreicher, aber wieder mit derselben Tiefe und herzzerbrechenden Melodien in manchen Songs. Außerdem scheint die Band schon immer ein Faible für Lila gehabt zu haben – wer´s nicht glaubt, stelle mal alle Kamelot-Alben, die Live-Platte ausgenommen, nebeneinander grins.

In diesen Jahren entstanden wunderschöne Balladen wie etwa What About Me. 1997 verließen Drummer Richard Warner, der die Band ebenso mitgegründet hatte, als auch Sänger Mark Vanderbilt die Band. Als Neuzugang am Mikro stieß der ehemalige Conception-Frontmann Roy Khan, der über eine nicht minder faszinierende Stimme verfügt, dazu.

„The Haunting“ (mit Simone Simons)

Siege Perilous als rasanter Aufstieg

Die Schlagstöcke übernahm Casey Grillo. Der dritten Platte Siege Perilous stand nun also nichts mehr im Weg, eine Scheibe, die die Band sehr abwechslungsreich und gereift zeigte. Im Herbst des gleichen Jahres ging es auf Europa-Tour, der nächste Studio-Aufenthalt ließ nicht lange auf sich warten. The Fourth Legacy katapultierte die Melodic Metaller endgültig in die erste Liga der Szene – eine Vielzahl an Hymnen, speedige Parts kombiniert mit genialen Melodien… ein absolutes Sahnestück. Gemeinsam mit einigen anderen Bands ging es unter dem Banner New Allegiance auf Tour durch Österreich, Schweiz, Deutschland, Niederlande, Belgium, Griechenland, Spanien und Italien. Im Rahmen dieser Tour wurde auch das Live-Album The Exdpedition aufgenommen.

„March Of Mephisto“

Das fünfte Studio-Album Karma hatte eins schweres Erbe zu tragen – nach einem Album wie The Fourth Legacy muss man erstmal noch was draufsetzen können. Kamelot taten aber exakt das mit Leichtigkeit und servierten eine brillante Kombination aus ihrem bekannten Stil, viel Abwechslung, nicht minder tollen Melodien und auch einigen modernen Akzenten, die derart perfekt in den Sound eingebettet wurden, dass sich der größte Purist und Traditionalist niemals im Leben daran stören wird. Mit Epica gingen Kamelot nun in die sechste Runde – und in der zeigen sie sich keinen Deut schwächer, auch mir The Black Halo und Ghost Opera steigerten sich Kamelot immer weiter und warfen den Fans nahezu eine Hymne nach der anderen um die Ohren.

Ausstieg Roy Khans

Das 2010er Album Poetry For The Poisoned sollte allerdings das letzte mit Roy Kahn am Mikrophon sein, der gesundheitliche Gründe für seinen Ausstieg bei Kamelot bekannt gab. Die Band war über die Jahre hinweg zu einer wahren und festen Institution in Sachen Melodic Power Metal geworden und ist längst aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Auch die rege Beteiligung von Gastmusikern zeigt dies deutlich. Neu am Mikro ist seitdem Tommy Karevik, nachdem Khan live bereits teils von Fabio Lione vertreten worden war, eigentlich Sänger von Rhapsody Of Fire.

Kamelot – aktuelle Besetzung:

Gesang: Tommy Karevik
Gitarre: Thomas Youngblood
Bass: Sean Tibbets
Keyboard: Oliver Palotai
Schlagzeug: Casey Grillo

Discographie:

Studioalben:

  • Eternity
  • Dominion
  • Siége Perilous
  • The Fourth Legacy
  • Karma
  • Epica
  • The Black Halo
  • Ghost Opera (2008 Re-Release als Ghost Opera: The Second Coming)
  • Poetry for the Poisoned
  • Silverthorn

Aktuell:

Haven

Live-Alben:

The Expedition
One Cold Winter’s Night

DVDs:

One Cold Winter’s Night

Videos:

  • The Haunting
  • March of Mephisto
  • Ghost Opera
  • The Human Stain
  • Rule the World
  • Love You to Death
  • The Great Pandemonium
  • Necropolis
  • Sacrimony (Angel of Afterlife)
  • My Confession
  • Falling Like The Fahrenheit
  • Insomnia

Aktuell:

Liar Liar (Wasteland Monarchy)

photocredit: By Cecil (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

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