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Veröffentlicht am 08.10.2016 von nemesis

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Shadow Keep

Herber Schlag für die Metal-Szene

Es ist immer wieder überraschend, wie gut Bands aus einem Land sein können, das genau das ‚verachtet’, was jene Mucker fabrizieren. Nun, ja, Shadow Keep stammen aus England und legten ihr Zweitlingswerk, A Chaos Theory vor. Nun, das Debut war satter Prog Power Metal, doch die auch von der Band angestrebte Weiterentwicklung hatte man mit dem aktuellen Scheibchen geschafft. Neben den Erwartungen an sich selbst gab es bei Shadow Keep allerdings keine. „Man kann vielleicht eher von Hoffnungen was das Weiterkommen betrifft, sprechen. Aber spezielle Erwartungen, was nun durch den Release von A Chaos Theory genau geschehen sollte, hatten wir nicht. Es war klasse, dass das Album gut ankam und wir nicht enttäuscht wurden. Unser nächstes Ziel war dabei natürlich wie bei jeder anderen Band eine Tour“, erzählte Gitarrist Chris Allen munter.

„Riot On Earth (The Hourglass Effect)“

Die Jungs und Gitaristin Nicki waren bei Limb Music unter Vertrag, einer Tatsache, die der Klampfer sehr positiv wertete. „Bei einem deutschen Labels als Metal-Combo unter Vertrag zu sein, ist immer gut. In England ist es nach wie vor schwierig, einen Fuß auf den Boden zu bekommen – ein trend-orientiertes Land eben, aber damit findet man sich ab. Wenn etwas in Amerika groß ist, wird es das in England auch, wie es zum Beispiel bei Grunge der Fall war. Und das war ein herber Schlag für die Metal-Szene. Trotz der vielen Fans, die es in unserem Land gibt, wird diese Musik nicht ernst genommen.“

Domino-Effekt

Man muss ja nicht alles verstehen, vielleicht müsste man den Amis stecken, dass normaler Heavy Metal das nächste grosse Ding wird, die stecken es den Engländern und Britannien könnte wieder das Königreich dieser Mucke werden, wie es schon einmal der Fall war. Ja, gut, ich hör ja schon auf zu träumen. „Mich ärgert nur, dass die Qualität im traditionellen Metal höher ist, Nu Metal aber mehr respektiert und ernst genommen wird. Viele verstehen nicht einmal, was richtiger Metal überhaupt ist. Dabei ist die Situation in den Staaten sogar besser als hier in England.“

Chris selbst findet Musikhören für ihn wichtiger als Songs zu schreiben. „Man bekommt einfach neuen Input, findet neue Inspiration, was etwas ganz anderes ist, als zu kopieren und jemanden nachzuahmen. Allerdings ist sicherlich nicht nur Musik ein wichtiger Einfluss, besonders eigene Lebenserfahrungen sind unerlässlich, wenn man vernünftige Texte schreiben will. Die Entwicklung der handwerklichen Fähigkeiten ist ebenso wichtig wie die eines selbst. Manche tolle Songwriter sind grottenschlechte Musiker und umgekehrt.“ Ein Problem sieht der Klampfer darin, dass in den falschen Richtungen nach neuen Inspirationen gesucht wird.

„Beware The Signs“

Man kann das Rad nicht komplett neu erfinden

„Man kann den Metal nicht neu erfinden, doch die Kombination, die Emotionen machen´s. Einige Künstler lehnen sich bei der Suche nach neuen Ideen aber zu weit aus dem Fenster, entfernen sich von ihren eigentlichen Trademarks und ihrer Identität.“ Seiner Meinung nach traf das auch auf eine der absoluten Lieblingsbands von Chris zu: Queensryche. „Wenn eine Band sich weiterentwickeln will, bitte. Aber im Fall von Queensryche war es einfach ein paar Ticks zuviel. Ihr Sänger Geoff Tate war nie ein richtiger Metal-Fan, vielleicht ist das der Grund für diese Entwicklung. Neues sollte man aus dem Herzen beziehen und nicht von außen.“

Nur mal so ein Gedanke: Was wäre, wenn Kunst nur aus Inspirationen von außen entstanden wäre… dann wär´ sie eigentlich nie entstanden, denn es hätte nie einen Anfang dieses Inspirationsquells gegeben. Einen Grund, weshalb Shadow Keep einen wirklich eigenen Stil an den Tag legen, sieht Chris darin, dass sich die Band mehr am US-Metal orientiert als, wie es die meisten Vertreter dieses Genres treiben, am europäischem. „Eines unserer Ziele ist es, eigen zu klingen, etwas Eigenes entstehen zu lassen und uns nicht an einen Zug zu hängen. Wir wollen aber nicht auf Biegen und Brechen originell sein, sondern einfach nur das tun, was wir lieben.“

Alben:

Shadow Keep
Corruption Within
A Chaos Theory

Aktuelles Album:

The Hourglass Effect

Derzeitiges Line-up:

E-Gitarre: Chris Allen
E-Gitarre: Nicki Robson
Gesang: Rogue M.
E-Bass: Stony Grantham
Schlagzeug: Omar Hayes

photocredit: https://www.facebook.com/Shadowkeepmetal/photos/pb.397041483672404.-2207520000.1459537502./516709151705636/?type=3&theater

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