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Veröffentlicht am 01.12.2016 von nemesis

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Vicious Rumors

Ich möchte die Leute dazu bringen, etwas zu fühlen

Mit Sadistic Syymphony meldeten sich die Mannen um Mastermind und Gitarrist Geoff Thorpe eindrucksvoll in der Power Metal-Szene zurück. Nach vielen Wirrungen, verpassten Terminen (ich war´s nicht), hatte es mit einem Interview doch noch geklappt, wenn auch auf schriftlichem Wege. Was aber zu entschuldigen ist, kann man sich doch vorstellen, dass Geoff angesichts dieser klasse Platte einiges mit der Promotion zu tu hatte. Sadistic Symphony erschien über Point Music, einem Label, das ansonsten eher Melodic-Stuff, hauptsächlich der rockigen und hardrockigen, selten der metallischen, Sorte auf Lager hat.

Rundum happy

Für eine Band wie Vicious Rumors eine eher untypische Firma. „Als wir mit den Aufnahmen zur Platte fertig waren, hatten wir selbst einige Kontakte zu diversen Shops hergestellt. Point Music kamen auf uns zu und machten uns ein sehr attraktives Angebot, das wir annahmen. Soweit wir das bis jetzt absehen könne, sieht alles recht gut aus und läuft auch fein an“, merkte Geoff an. Auch ansonsten war im Hause Vicious Rumors alles im Trockenen, Zufriedenheit rundherum. „Die meisten Leute mochten unser neues Material und das Line-up (das sich mittlerweile wieder geändert hat und mit dem aktuellen Album auch erstmal den neuen Sänger Nick Holleman präsentierte).

Bisher haben wir nur positive und wohlwollende Kommentare erhalten. Morgan war ein toller Sänger und die Band hat eine gute Balance aus Soli und rockigen, griffigen Passagen drauf. Eine sehr dynamische Sache, wie ich finde. Ich freute mich total darüber, dass die Fans und Medien die Scheibe mochten. Ich war die ganze Zeit über mit unseren Fans weltweit in Kontakt, so kann man auch deren Reaktionen recht schnell mitbekommen.“

„Electric Punishment“

Immer am Alten gemessen

Bei den vorhergehenden Platten hatten Vicious Rumors stets dasselbe Problem: Jede Nase verglich das jeweils aktuelle Album mit den Geniestreichen aus der Zeit vor Carl Albert´s (voc) Tod. Aber es scheint wohl ein weit verbreitetes Phänomen zu sein, dass sich Bands immer an alten Outputs messen lassen müssen, wenn diese gut ankamen.

„Die Leute erwarten eine Menge, wenn sie schon mal etwas davon bekommen haben. Das ist auch in Ordnung für mich. Aber im Laufe von zwanzig Jahren ändern sich Dinge eben. Entweder sie entwickeln sich weiter oder werden überrollt. Unser neues Line-up killt. Ich denke, dass wir durchaus an unserem Glanzleistungen angeknüpft hatten und vielleicht auch noch was drauf gesetzt hatten.“

Band-Karussell

Das große Selbstbewusstsein Geoff´s kommt zu keiner Zeit als Arroganz rüber, sondern als Überzeugtheit, die man in diesem Geschäft, vor allem nach derart vielen Rückschlagen, die diese Band erfahren hat, einfach braucht. Im Laufe der Jahre hatte es bei Vicious Rumors mehr als nur einen Besetzungswechsel gegeben. Eine Tatsache, die die Band eher aufhielt oder sie weitergebracht hat? „Fünf Mitglieder der Band waren neun Jahre zusammen, was wirklich eine lange Zeit für eine Band ist. Ich bin Veränderungen im Leben gegenüber sehr aufgeschlossen, es ist eine Möglichkeit zu wachsen und ich bin happy, Vicious Rumors diese Entwicklung bestätigen zu können.

Meine eigene Richtung und mein Stil, Songs zu schreiben, haben in ihrer Basis während der Jahre mit Vicious Rumors immer bestanden, sich aber proportional mitentwickelt und sind weitergeflossen.“

„Feeding The Sharks“

Die Einfachheit von Comebacks – oder eben auch nicht

Besonders wichtig waren der Band diesmal „Heavy and catchy parts. Ich habe es immer sehr gemocht, harte Parts mit dem gewissen Etwas, einem Punkt, der die Leute einnimmt, zu schreiben und zu hören. Ich möchte die Hörer dazu bringen, etwas zu fühlen, sie auf eine Reise mitzunehmen. Und ich habe immer die Power von zwei Gitarren in einer Band geliebt.“

„Wir kommen zurück, um den Fans die Rüben runter zu blasen, haha. Wer mehr über die Band wissen möchte, kann auch auf unsere Website gucken: www.viciousrumors.com . Es ist schwer, in der Metal-Szene ein Comeback zu erleben. Bei uns scheint es gerade zu passieren. Das Material muss in einer solchen Situation einfach sehr stark sein.

Es ist an den Fans einer Band und an der Presse, dass sich die Chance ergibt und ein Comeback passieren kann. Wir rocken auf jeden Fall!“ Nach all diesem Hin und Her um die Band ist es kein Wunder, dass Geoff Vicious Rumors als ‘Survivor’ bezeichnet: „Das ist auch ein Grund, weshalb sich unsere Texte mit dem wirklichen Leben um uns herum beschäftigen. Es geschieht viel Mist und man muss durch vieles durch.“ Vicious Rumors scheinen es im Moment und nach langer Zeit geschafft zu haben. Da kann man für alles weitere nur endlich mal Glück wünschen.

Alben:

  • Soldiers of the Night
  • Digital Dictator
  • Vicious Rumors
  • Welcome to the Ball
  • Word of Mouth
  • Something Burning
  • Cyberchrist
  • Sadistic Symphony
  • Warball
  • Razorback Killers

Aktuelle Platte

Electric Punishment

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