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Veröffentlicht am 15.04.2016 von nemesis

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White Skull

Alles Metal

Nach einigen Verwirrungen, einem geplatzten Interview-Date (Gitarrist Tony Fonto erwischte der Stau) sollte das Gespräch über White Skull´s Album Public Glory, Secret Agony doch noch über die Bühne gehen. Unsere Nachbarn aus dem sonnigen Süden sind sehr freundlich, aufgeschlossen… aber manchmal kann bei dem italienischen Redefluss ein Interview fast ein bisschen anstrengend werden. Trotzdem macht man es gerne, denn meistens sind diese Talks sehr unterhaltsam. Tony zählte allerdings nicht zu diesen Pausenlosplapperern und entpuppte sich als toller Interviewpartner. Und so ließ er sich speziell zu diesem Album und den damit einhergehenden Veränderungen einige Löcher in den Bauch fragen.

Was geht?

„Wir wollten in erster Linie, dass außer uns auch die Fans mit der neuen Scheibe happy sind. Wir haben unser Bestes gegeben und die Reaktionen, die wir bisher auf Public Glory, Secret Agony erhalten haben, wecken bei uns schon den Eindruck, als hätten wir das auch auf die Reihe bekommen.“ Bevor wir uns aber komplett auf das neue Scheibchen stürzen, erstmal großes Kompliment für die Cover-Version des Smashers „What´s Up“, der auf dem `95er Album Embittered der Stiefelbewohner zu hören ist.

„Wir hatten damals nicht genug Songs, um die CD so voll zu bekommen, wie wir es wollten. „What´s Up“ hatten wir in unserem Live-Programm, es eignet sich dafür auch super. Die Leute fahren jedesmal wieder darauf ab. So haben wir diese Version kurzerhand mit auf Embittered geschraubt. Wir haben auch eine Metal Version von dem Eagles Hit »Hotel California« gemacht, aber nur just for fun. Ich denke, das ist auch der Unterschied zwischen Cover-Versionen von Rock- und Metal Bands und nachgespielten Songs im kommerziellen Bereich.

„Asgard“

Diesmal ohne „Schützenhilfe“

Die Metalheads und Rockbands machen es, weil sie diese Songs gern mögen, die Band mögen und vielleicht einfach einen Track nicht in Vergessenheit geraten lassen wollen oder ihn mit eigener Note versehen wollen. Hier geht es nicht darum, die Leistung anderer zu benutzen, um in den Radiostationen gespielt zu werden.“ Bei der Vorgängerscheibe des Silberling, Tales From The North, war Band Mentor und Grave Digger-Shouter Chris Boltendahl als Gastsänger mit dabei. Diesmal haben sich keine außer “bandlichen“ Mitmusiker dazu gesellt. Wie kommt´s?

„Wir hatten einfach keine Zeit, Gastmusiker zu finden. Wir haben im November mit den Aufnahmen angefangen, sind dann nach Israel für Konzerte, waren dann mit Grave Digger unterwegs und hatten schlussendlich nur drei Monate, um das Material komplett auf den Schirm zu kriegen. Wir haben Chris gefragt, ob er wieder Bock hätte, und er wollte auch, aber da er auch sehr viel um die Ohren hat, wären wir zeitlich noch mehr ins Trudeln gekommen. Beim nächsten Album wollen wir das alles auf jeden Fall besser organisieren. Nachdem wir ja auch bei Udo Dirkschneiders (Accept, U.D.O.) Label unter Vertrag sind, fände ich es super, wenn wir beim nächsten Mal einen Song hätten, bei dem Chris und Udo gemeinsam singen. Vielleicht auch noch mit unserer Sängerin Frederica.

Als Freund und nicht als Musiker Kontakte knüpfen

Chris war `98 auf der PopKomm und traf sich mit einigen Musikleuten aus Italien. Wir waren damals noch bei Underground Symphony unter Vertrag. Er ließ uns ausrichten, dass er gerne mal bei uns mitsingen würde. So entstand der Kontakt und es hat sich eine tolle Freundschaft daraus entwickelt. Er kam zu uns nach Italien, wollte kein Geld dafür, wollte kein Hotel… es war wirklich eine total schönes Kompliment, dass er sich so für unseren Sound begeisterte.“

„God Of The Sea“

Mittlerweile hat sich aus dieser Sache nicht nur eine Freundschaft entwickelt, sondern auch eine geschäftliche Verbindung. Besser kann man es als Band aber eigentlich auch nicht treffen, als einen Fan oder ähnliches im Management-Bereich hinter sich zu haben. „Sicher, das ist ein tolles Gefühl. Ich finde auch, Metaller sollten zusammenhalten. Es gibt einige Bands, die auf andere, die zum Beispiel noch keine Scheibe auf dem Markt haben, herabsehen. Selbst wenn sie selbst noch nicht viel zerrissen haben. Man hat doch ein gemeinsames Interesse und Hobby: Die Musik. Darum sollte man nicht immer als Musiker auf andere zugehen, sondern als Freund. Ich möchte auch Fans treffen und ich werde mich nie nach einem Konzert in den Bus verkriechen, weil ich müde bin, wenn noch Leute da sind, die vielleicht mit mir sprechen möchten.“

Besetzung:

Gesang: Federica „Sister“ De Boni
Gitarre: Tony „Mad“ Fontò
Gitarre: Nick Savio
Bass: Fabio Manfroi
Schlagzeug: Alex Mantiero

Ehemalige Members:

Bass: Fabio Pozzato
Gesang: Gustavo „Gus“ Gabarro
Keyboard: Alessio Lucatti
Gesang: Elisa „Over“ de Palma

Aktuelles Line-up:

Gesang: Federica „Sister“ De Boni
Gitarre: Tony „Mad“ Fontò
Gitarre: Danilo Bar
Bass: Steve Balocco
Schlagzeug: Alex Mantiero

Alben:

  • White Skull (Demo)
  • Save the Planet (Demo)
  • I Won’t Burn Alone
  • Embittered
  • Like Gods of the Sea (Single)
  • Asgard (EP)
  • Tales from the North
  • Public Glory, Secret Agony
  • The Dark Age
  • The XIII Skull
  • The Ring of the Ancients
    Forever Fight

Neuestes Album:

Under This Flag

photocredit: By Jalo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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