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Veröffentlicht am 17.05.2015 von Christin Seegert

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Wovenwar – die Band nach As I Lay Dying

Der Sänger einer Band ist häufig der Mensch, der am meisten mit dem Publikum agiert und zu dem die Fans einen Bezug haben. Kann man auch ohne diesen oder mit einem neuem Sänger Erfolge feiern? Manche Bands – wie Genesis – feierten erst mit einem neuen Sänger die großen Erfolge, andere – wie Suicide Silence – zeigen, dass der Sound sich nicht ändern muss und man auch weiterhin erfolgreich sein kann.

Auch die Musiker von As I Ly Dying wollten nicht aufgeben und gründeten eine neue Band, mit einem neuem Sänger und einem neuen Sound.

Der Anfang

Die Band aus San Diego gründete sich 2013 aus den Bandmitgliedern von As I Ly Dying, nachdem deren Sänger Tim Labesis wegen Anstiftung zum Mord verhaftet wurde. Josh Gilbert (Gitarre und Gesang), Nick Hipa (Gitarre), Phil Sgrosso (Gitarre) und Jordan Mancino (Schlagzeug) wollten aber weiterhin Musik machen. Sie waren aber der Meinung, dass der Name As I Ly Dying zu sehr mit der Straftat ihres früheren Sängers in Verbindung gebracht wird, daher entschieden sie sich eine neue Band zu gründen. Die vier schrieben neue Songs und arbeiten zunächst als Quartett weiter. Josh Gilbert schlug dann im Laufe der Arbeiten Shane Blay als neuen Sänger vor. Dieser spielt in der Band Oh, Sleeper Gitarre – was er auch heute noch tut. Sie tauschten immer wieder Demos miteinander aus, bis dann bestätigt wurde, dass Blay festes Mitglied in der neuen Band ist. Wovenwar war geboren.

Das erste Album von Wovenwar

Über ein Jahr arbeiten die fünf an neuen Songs. Am 01. August 2014 kam dann ihr erstes Album „Wovenwar“ heraus. In den USA stieg es direkt auf Platz 36 ein, in Deutschland auf Platz 41. Damit konnte die Band zwar nicht an die Erfolge von As I Ly Dying anknüpfen, doch für ein Debütalbum kann sich dieser Charteinstieg sehen lassen. Schon im April veröffentlichten die fünf ihre erste Single „All Rise“ und gingen dann mit Black Label Society und Kyng auf Tour. Viel Aufmerksamkeit bekamen sie auch durch befreundete Bands, die immer wieder Werbung auf sozialen Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram machten.

Die As I Ly Dying Fans waren zwiegespalten, denn der Sound von Wovenwar ist ein ganz anderer als der vorherigen Band.

Sie spielten auch einige Konzerte Europa. Im Augst traten sie im Vorprogramm von Of Mice and Men in Berlin auf und hatten einen Auftritt auf dem Elbriot Festival in Hamburg. Im Herbst 2014 tourten sie dann mit While She Sleeps, Papa Roach und In Flames durch Europa. Im Frühjahr 2015 verkündete die Band ihre erste Headliner Tour durch Europa. Begleitet werden sie hier von ihrem Co-Headlinern Sylosis aus Groß Britannien.

Stil

Viele As I Ly Dying Fans waren irritiert, dass Wovenwar ganz anders klingt. Ihr Stil erinnert eher an modernen Metal und hat nur noch wenige Einflüsse aus dem Metalcore. Shane Blay, der neue Sänger, verzichtet komplett auf das Screamen und auch Josh Gilbert überzeugt weiterhin mit seinem klaren Gesang. Viele waren sauer, andere nur verwundert. Doch Wovenwar haben einen eigenen Stil gefunden und von Anfang an festgesetzt, dass man auf Konzerten auch keine Songs von As I Ly Dying hören wird. Sie sind etwas Eigenes und das haben sie wohl allen bewiesen.

Name Wovenwar

Laut Hipa soll der Name ausdrücken, dass schlechte Dinge wie Krieg und Gewalt vom Menschen geschaffen wurden und nicht notwendig sind. Alle Menschen sind gleich und daran werden auch Kriege und Gewalt nichts ändern. Das wollen sie mit dem Namen aussagen.

Auf den Festivals und den Konzerten kamen Wovenwar gut an und konnten viel Werbung für sich machen. Es wird sich zeigen, ob sie irgendwann genauso erfolgreich sein werden wie As I Ly Dying. Man sollte ihnen die Chance geben sich zu beweisen und zu zeigen, dass sie es auch mit einem neuen Sänger und einem neuen Sound schaffen können, denn drauf haben die fünf Männer es auf jeden Fall!

Am 23.05.2015 werden Wovenwar im Magnet Club in Berlin ein Konzert ihrer Europa Tour geben. Wie das Konzert war, könnte ihr dann hier nachlesen.

photcredit: By Frank Schwichtenberg (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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