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Veröffentlicht am 30.05.2015 von Christin Seegert

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Konzert Review von Wovenwar und Sylosis

Konzert von Wovenwar und Sylosis im Magnet Club Berlin

18:30 Uhr war Einlass im Magnet Club in Berlin Kreuzberg, direkt neben der Oberbaumbrücke. Viel war noch nicht los, doch das sollte nicht noch ändern. Beim Einlass wurde uns mitgeteilt, dass heute der Hof offen ist für die Raucher und so betraten wir den Club. Kurz schauten wir uns um, was im Magnet Club ja nicht immer ganz so einfach ist. Wie immer war es im ganzen Club so dunkel, dass man kaum etwas erkennen konnte. Doch das macht den Charme des Magnet Clubs ja auch aus. Wir waren gegen 19 Uhr da, zusammen mit etwa 30 anderen Zuschauern. Da noch eine halbe Stunde Zeit war, haben wir uns erst einmal in den Hof verzogen.

Draußen stand eine Bar, mit einem netten jungen Mann, der uns mit Getränken versorgte. Das Wetter war super und so konnten wir es noch ein bisschen genießen, bevor das Konzert losging. Kurz vor halb acht begaben wir uns wieder in den Club und in den Konzertraum. Die Musik, die der DJ spielte, war abgestimmt auf die Bands, die gleich auftreten würden.

Es wurde durchweg Metal gespielt – von bekannten und weniger bekannten Bands. Mittlerweile hatten sich etwa 90 – 100 Zuschauer in dem Raum versammelt und warteten darauf, dass Wovenwar anfangen würden zu spielen.

Wovenwar

Als erstes wurden wir mit einer Deutschlandflagge begrüßt, auf der Wovenwar stand. Später erfuhren wir, dass einige Fans ihnen diese vor dem Konzert geschenkt hatten und die Band hat sie direkt als Banner für den Abend verwendet. Konzertbeginn war 19:30 Uhr, doch Wovenwar ließen uns etwas warten. Wie im Magnet üblich, wurde ständig die Nebelmaschine aktiviert und hüllte die Bühne ein. Etwa zehn Minuten nach dem offiziellen Beginn trat die Band auf die Bühne. Die etwa einhundert Zuschauer begrüßten Wovenwar mit Applaus. Die Jungs schienen sich riesig darüber zu freuen und begannen direkt mit ihrem Konzert. Sie spielten fast alle Songs ihres Albums „Wovenwar“ und das Publikum war begeistert.

Shane Blay rief zu einem Circle Pit auf, der leider nicht wirklich zustande kam, weil einfach zu wenig Tanzwütige im Publikum waren. Doch es gab etwa eine handvoll Männer, die sich immer wieder zu einem Mosh Pit zusammenfanden und auch so für Stimmung sorgten. Das Publikum war gut gemischt. 1/3 waren in etwa Frauen, der Rest Männer und vom Alter her war von 17 – 60 Jahren auch alles vertreten. Blay bedankte sich mehrmals beim Publikum und war total begeistert davon, dass so viele die Texte ihrer Songs mitsingen konnten.

Sonst waren sie ja immer nur als Vorband in Deutschland aufgetreten, doch diesmal sind die Zuschauer auch wegen ihnen zu dem Konzert gekommen und das hat auch man auch gemerkt. Beim Of Mice and Men Konzert letztes Jahr im August war das Publikum eher wenig an den Jungs aus San Diego interessiert. Daher tat es gut zu sehen wie das Publikum sie begrüßte und mit ihnen gemeinsam feierte. Es war einfach ein tolles Konzert und man hat gespürt wie viel Spaß Wovenwar und ihre Fans hatten.

Sylosis

Den Anfang des Konzertes haben wir leider verpasst, da wir nach Wovenwar wieder den Hinterhof aufsuchten. Schon nach Wovenwar war uns so warm, dass wir erst einmal eine kleine Abkühlung brauchten. Nach etwa 15 Minuten gingen wir wieder hinein und Sylosis spielten schon. Ich selbst kannte die Band vor dem Konzert gar nicht und war gespannt wie das Konzert sein wird. Die Fans hatten sich vor der Bühne versammelt und bewegten sich zu der Musik. Die Band machte verdammt gut Stimmung und heizten das Publikum immer wieder an. Das Gitarrenspiel der Band hat mir überraschend gut gefallen, obwohl ich kein großer Fan von Melodic Death Metal bin.

Doch die Ausstrahlung der vier Männer riss einen regelrecht mit und obwohl ich auch keinen Song kannte, konnte ich die Musik genießen. Wie schon bei Wovenwar zuvor, hatte man das Gefühl, dass man direkt neben dem Schlagzeug stehen würde. Doch ich kenne es nicht anders aus dem Magnet Club. Den besten Sound bekommt man in dem Club leider nicht und wenn man die Texte der Bands nicht in und auswendig kennt, dann ist es schwer den Sänger direkt zu verstehen. Leider war das auch diesmal wieder so, doch die Band konnte super damit umgehen und das Publikum hat es absolut nicht gestört.

Man kann nichts anderes sagen, als dass das Konzert mehr als gelungen war. Für den Sound des Magnet Clubs können die Bands nichts und sie haben das Beste daraus gemacht. Es hat verdammt viel Spaß gemacht und auch die Bands schienen begeistert vom Publikum zu sein. Der Preis der Karten mit 25 Euro war erschwinglich und auch gerechtfertigt für zwei Bands, bei denen man auf jeden Fall Spaß haben kann. Ich würde auf jeden Fall wieder hingehen.

photocredit: https://www.facebook.com/wovenwar/photos

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