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Veröffentlicht am 19.09.2015 von nemesis

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Pro-Pain – Voice Of Rebellion

Wo hängt der Hammer? Da hängt der Hammer

Wer Pro-Pain kennt, weiß, dass die Band nichts für zart-besaitete Seelchen ist und warum sollten die Extreme-/ Thrash-Metaller mit ihrem neuen Album auch die Spur neu einstellen. Also, wie gehabt: Mitten auf die Lauscher mit einer satten Portion Aggression, Nachdruck und Biss. Schon der Opener und Titeltrack macht klar, wo der Hammer hängt, beim Folgesong, „No Fly Zone“ muss unsereins am Anfang aber unweigerlich an Body Count denken. Allein wegen der Effekt-Samples zu Beginn. Logisch, Gesang wie gehabt, kehlig, growlig –aber immer wieder auch mit neuen Facetten zwischendurch. Pro-Pain setzen nicht nur auf kompromisslose Härte, das ist aber nichts Neues.

Metal der extra Härte und Güte

Auch wenn diese bei Tracks wie „Souls Of Fire“ ganz oben auf der Prioritätenliste steht und dabei jeder Thrash-Fan Luftsprünge machen dürfte: Nachvollziehbare Songentwicklungen, gekonnter Tempoeinsatz, knarzige Riffs, imposantes Zusammenspiel von Drums und Bass – Pro-Pain gehen wie immer ans Eingemachte. Dabei lässt die Band auch in technischer Hinsicht keine Wünsche offen, man muss halt härteren Metal, der herzlich wenig mit großartigem Bombast oder Spielereien der sanften Natur am Hut hat, mögen. Dürfte einem aber bei diesem Brett nicht schwer fallen. Das Album ist in sich sehr ausgewogen, es wird sich nicht einfach durch Gebälk geholzt ohne Rücksicht auf Verluste.

Technisch hochklassig und einwandfrei

Es sind durchaus Momente zum Luftholen vorhanden und auch Melodien kommen nicht zu kurz. Herrlich auch die Mixtur aus Getrigger und voluminösen, tiefen Gitarren. Egal, welchen Track man herauszieht aus diesem Output, Pro-Pain sind einfach unverkennbar, stur, störrisch schon fast und so unnachgiebig gestaltet sich eben auch das Soundmaterial. „Cognitive Dissonance“ wartet mit einem feinen Gitarren-Solo auf – nur um wieder ein jähes Ende zugunsten der vorantreibenden Komplexität zu finden. Die dann recht kurz und schmerzlos zum Abschluss geführt wird. Düster, erdig ackern sich Pro-Pain durch wütende 14 Tracks, bei denen einer powervoller als der andere scheint. Richtig auf die Zwölf gibt es tempo-technisch mit „Enraged“, hier wird kurz und schmerzlos drauf losgegangen und Thrash Metal in Reinkultur kredenzt.

Dampf und Dampf und nochmal Dampf

Pro-Pain haben den Dreh einfach raus, die richtige Mischung zwischen brachialer Power, melodischen Einsprengseln und Abwechslung zu finden, wo an sich durch den Sound die Grenzen eng gesteckt sind. Schon fast ein wenig wie der Einstieg ins Power Metal-Pflaster kommt „DNR (Do Not Resuscitate)“ daher, aber man lasse sich nicht täuschen, nach diesem Auftakt machen sich Jungs genauso unverdrossen weiter wie es sein soll. Rasant-dynamisch und mit einem Paukenschlag schließen Pro-Pain diesen Thrash-Hammer auch ab, „Fuck This Life“ ist nicht nur hinsichtlich des Titels eine deutliche Ansage. Musikalisch ist dieses Teilchen ebenso direkt, klasse Doublebass, ausdrucksstarkes Growling, hämmernder Refrain. Wer harte Mucke mag, kommt an „Voice Of Rebellion nicht vorbei“, und dann kann mal kräftigst losgebangt werden. Und auch hier gilt: Je öfter man die Scheibe hört, umso weniger bekommt man sie wieder aus den Akustikluken.

Tracklist

  1. Voice Of Rebellion
  2. No Fly Zone
  3. Righteous Annihilation
  4. Souls On Fire
  5. Take It To The Grave
  6. Age Of Disgust
  7. Bella Morte
  8. Conitive Dissonance
  9. Blade Of The Cursed
  10. Crushed To Dust
  11. Enraged
  12. Helride
  13. DNR (Do Not Resuscitate)
  14. Fuck This Life

photocredit: https://www.facebook.com/215861125115781/photos

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