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Veröffentlicht am 20.09.2015 von nemesis

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Raven – ExtermiNation

Knüppel aus dem Sack

Raven, wie man sie kennt und liebt: Immer mitten ins Getümmel und nach vorne preschen. Der Opener „Destroy All Monsters“ schleicht sich die ersten paar Sekunden gespenstisch und gibt dann gleich erstmal richtig Gas. Prägnantes Drumming, sägende Gitarren, flottes Tempo und eine herrlich schräg-einprägsame Hooks prägen diesen Track. Im bester 80er-Manier metallen sich Raven durch diesen Silberling, und der Zweitling „Tomorrow“ setzt in Sachen Nachdruck gleich einen drauf. Klassisch, geradlinig und immer wieder einer Menge Energie geht´s hier durch´s Programm mit allem, was das Banger-Herz begehrt.

Rasant zeigt sich auch „Feeding The Monster“ – Raven fröhnen ganz unverhohlen dem klassischen Heavy Metal erster Güte, was anderes kommt gar nicht in die Tüte. Ein bisschen Deep Purple like wirkt dieser Songs in Sachen Dynamik, zieht man deren härteren Track zu Rande und die Gitarreneinsätze in den Zwischenphasen heran.

Metal satt

Fans, denen die Power von angesprochenen Purple, Dio , Whitesnake etc zusagt, kommen mit „ExtermiNation“ vollends auf ihre Kosten. Die bluesigen Touches sind gut eingeflochten, der Gesang haut einem eine klasse Melody-Line nach der anderem um die Ohren und ein frecher Groove ist ebenso ständig mit drin, so auch bei „Fire Burns Within“, einer meiner persönlichen Favoriten. Ein wenig funkig kommt der nächste Song der Metaller, „Scream“, daher, führt dies aber glänzend zu einer hämmernden, druckvollen Weiterführung, die ein wenig eigenwillig gestaltet ist. Hat so´n bisschen was von „Moto Psycho“ (Megadeth) auf flotter und viel weniger Monotonie. Auch Judas Priest-Fans, auch zu Ripper Owens-Zeiten, dürften sich an „ExtermiNation“ ergötzen.

Ein eig´ner Kopf und es gefällt

Klar sind Ohrwürmer für – sagen wir mal – die breite Metal-Masse auch dabei, aber der verkniffene Sound und der immense Nachdruck, der sich in den Stücken zeigt, hat eben seine eigene Power und ist alles, aber sicher nicht nett. Und doch löst sich das Geschehen immer wieder in Ohrwurm-Momente auf, ob das nun die Hook selbst, ein kleines Riff mal zwischendurch. Insofern verfügt jeder einzelne Song dieses Outputs über seinen eigenen „Aha“-Effekt. Zum Mitstampfen lädt einen von Beginn an „Silver Bullet“ ein, dessen Tempo sich fast hinterhältig steigert, als würden zwei Hauptrhythmen parallel laufen. Klasse Sache das. Und ein Song, der zwar bereits beim ersten Mal zündet, sich aber auch mit jedem Mal Hören auf eine „fiese“ Art steigert.

Urgesteine mit Ultra-Power

Seit über dreißig Jahren sind Raven nun in dieser Formation am Start, die Band an sich existiert seit 40 Jahren. Glaubt ihr nicht? Ich eigentlich auch nicht, ist aber so. Anmerken lassen es sich John und Mark Gallagher und Joe Hasselvander nicht eine Sekunde und legen die Messlatte mit dieser Metal-Perle für die Youngsters verdammt hoch. Aber so richtig verdammt. Und als wären die regulären Tracks des Albums nicht schon Dampfhammer genug, gibt´s mit „Malice In Geordieland“ nochmal eine Schippe Power – und wer sich fragt, was die Musiker für ihre Power machen – ich schätze mal ganz stark Rock´n´Hard´n´Heavy.

Tracklist

  1. Destroy All The Monsters
  2. Tomorrow
  3. It´s Not What You Got
  4. Fight
  5. Battle Mrach Tank Treads (The Blood Runs Red)
  6. Feeding The Monster
  7. Fire Burns Within
  8. Scream
  9. One More Day
  10. Thunder Down Under
  11. No Surrender
  12. Golden Dawn
  13. Silver Bullet
  14. River Of No Return
  15. Malice In Geordieland

 

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