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Veröffentlicht am 05.06.2015 von Christin Seegert

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Korn

Die Band gilt als Begründer des Nu Metal und ist nach wie vor eine der erfolgreichsten Bands in der Rockszene. Sie sind Kult und nicht mehr aus der Musikszene wegzudenken.

Gründung und der Weg zum Erfolg

Es begann alles mit einer Band namens L.A.P.D., die ihren Ursprung in Bakersfield, Kalifornien hat. Reginald Arvizu, Brian Welch und James Shaffer gründeten die Band, die sich eher dem Punk zugeordnet hatte. Für das Schlagzeug holten sie sich den damals dreizehnjährigen David Silveria, der durch sein Talent hinter den Drums überzeugte. 1993 trafen Shaffer und Welch auf Jonathan Davis, der sehr angetan war von dem Angebot in der Band als Sänger zu fungieren. Der Name Korn fiel diesem spontan ein. Um ihn etwas besonderer zu machen, änderte Davis die übliche Schreibweise Corn in KoЯn zu ändern. Des Weiteren ließ er den Namen in einer kindlichen Schrift schreiben und so war der berühmte Schriftzug geboren.

Die Band zog geschlossen nach Los Angeles und nach mehreren Auftritten wurden einige Plattenfirmen auf sie aufmerksam.

1994 wurde dann ihr Debüt Album „Korn“ veröffentlicht. In den USA stieg es auf Platz 72 ein und gilt bis heute als erstes Nu Metal Album. Der Band wird nachgesagt, dass sie mit ihrer Musik ein ganz neues Genre geschaffen haben. Um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern spielten Korn als Vorband für Musiker wie Danzig, Megadeth, Marylin Manson und Ozzy Osbourne. Die Musikmagazine sahen in ihnen ein großen Potenzial und um diesem auch gerecht zu werden erscheint 1996 ihr zweites Album „Life is Peachy“. Dieses stieg in den USA auf Platz drei ein, in Groß Britannien auf Platz 32 und in Deutschland auf Platz 82. Das Album war noch düsterer als sein Vorgänger, doch es schien so als würde Korn sich in einer musikalischen Sackgasse verrennen.

1998 erschien dann ihr drittes Album „Follow the Leader“, das wieder sehr erfolgreich wurde.

Sie hatten sich etwas mehr angepasst, ohne ihren eigenen Stil zu verlieren. Auch auf diesem Album wurde wieder klar, dass die Band ihre Wurzeln auch im Hip Hop hat und das liegt nicht nur an der Beteiligung von Ice Cube bei einem Song. Im selben Jahr machten Korn ihre legendäre „Family Values Tour“, auf denen sie von Limp Bizkit, Orgy, Rammstein, Ice Cube und Rob Zombie begleitetet wurden. Letzterer wurde später durch Incubus ausgetauscht. 1999 wurde dann das Live Album „Issues“ veröffentlicht, auf dem die Band die Probleme von Sanger Davis bewältigen. Für das Album gab es vier verschiedene Cover, die von Fans im Rahmen eines Wettbewerbs bei MTV entworfen wurden. Der Einfluss der Band wird verglichen mit dem, den Nirvana Anfang der Neunziger hatte.

Stagnation und die Wende im Musikstil

Auch nach ihrem fünften Album „Untouchable“ wurde der Band wieder vorgeworfen, dass ihr Sound immer noch genauso klang wie auf dem ersten Album. Es war keine Weiterentwicklung der Musik erkennbar, was Kritiker und Fans kritisierten. Da konnte auch der kommerzielle Erfolg der Band nicht wirklich viel helfen. Der Sänger Jonathan Davis fiel immer mehr durch seine Alkoholkrankheit und Depressionen auf und sorgte so für einige negative Schlagzeilen. Ihr Dummer musste Aufgrund von Gelenkprobleme eine Tournee frühzeitig beenden und Arvizu floppte mit seinem Hip Hop Projekt Fieldy’s Dreams. Im Jahr 2003 erhielt Korn einen Grammy für ihren Song „Here to stay“ in der Kategorie „Best Metal Perfomance“.

2003 erschien ihr sechstes Album „Take a Look in the Mirror“ und 2004 wurde „Greatest Hits Vol. 1“ veröffentlicht. Nach diesem Album trennte sich Korn von ihrem Label „Epic Records“ und unterschrieb bei dem Plattenlabel „Virgin“. Noch während der Aufnahmen des neuen Albums verlässt Brian Welch die Band, weil er mit der Musik der Band nicht mehr zufrieden ist. Nach Welchs Austritt verpflichtete Korn Rob Patterson als neuen Gitarristen, der sie bei Live Auftritten unterstützen sollte. Was nicht nur die Fans verwunderte war, dass Patterson während der Konzerte nicht auf der Bühne zu sehen war. Nachdem der Druck der Fans zu groß wurde, durfte dieser ab und zu mit ihnen zusammen auftreten. Dennoch wurde Patterson nie als neues Mitglied bestätigt.

2005 erschien ihr siebtes Album „See you on the other Side“, das erstmals in eine andere Richtung ging.

Die Band orientierte sich mehr am Industrial Rock und in den Songs ging es nicht mehr nur um Davis‘ persönliche Probleme, sondern auch um häusliche Gewalt, politische Themen und dem Patriotismus. Das tat dem Erfolg aber nichts ab. Es schlug genauso ein wie seine Vorgänger. 2006 erschien dann das Album „Live & Rare“, das nur zwei Studiosongs enthielt und ansonsten nur Livesongs. Im Dezember 2006 kam ihnen die Ehre zu teil ein MTV Unplugged Konzert zu geben. Dabei wurden sie unterstützt von The Cure und von Amy Lee von Evanescence. Die CD und die Ausstrahlung des Konzerts erfolgten dann im März 2007. Im Juli veröffentlichte Korn ein Album ohne Namen. Den Fans sollte es selbst überlassen werden wie sie das Album nennen wollen. Nachdem Silveria aus der Band ausstieg wurde Ray Luzier als neuer Schlagzeuger in der Band verpflichtet.

Mit ihrem neunten Album „Korn III – Remember who your are“ kehrten sie zurück zu ihren Wurzeln. 2012 kehrte Welch zurück zu der Band und mit ihm gemeinsam veröffentlichten sie 2013 das Album „The Paradigm Shift“, das genauso erfolgreich war wie alle Alben der Band. 2014 musste die Band einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ihr Freund und ehemaliger Gitarrist Shane Gibson starb 2014 in Folge eines Blutgerinnsels. Zuletzt war Korn mit Slipknot gemeinsam auf Tour.

Der Sound von Korn hat ein neues Genre geschaffen und die Band ist sich all die Jahre treu geblieben. Jonathan Davis und seine Jungs sind zu Ikonen der Rock Musik geworden und so wie es aussieht werden sie auch weiterhin erfolgreiche Alben herausbringen.

photocredit: By Sry85 (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY 2.5], via Wikimedia Commons

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