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Veröffentlicht am 05.10.2015 von nemesis

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Fateful Finality – Battery

Thrash-Brett

Bitte anschnallen, hier kommt ein Thrash-Brett vom Allerfeinsten. Das Debut der deutschen Metaller dürfte für die Szene eines der Highlights diesen Jahres sein und ballert sich in erstklassiger Art und Weise durchs Gelände. Hier werden brachialer Sound, aggressives Grwoling, verzerrte und filigrane am laufenden Band geliefert. Eindrucksvolle, punkgenaue, dynamische Drumarbeit – da wird nicht einfach nur geholzt. Und auch nicht nur auf Power und kompromisslosen Dampf gesetzt. „Battery“ mag zwar heißen wie der Klassiker von Metallica, lässt aber diesen Song zum Beispiel spielerisch absolut im Regen stehen. Vielseitiger, variabler, mit einem klasse Wechsel der Vocals zu sehr ausdrucksstarken, melodischen Parts, explosiven Steigerungen… alles da.

Einflüsse en masse

Fateful Finally liebäugeln mit Elementen aus der Klassik, was sich vor allem auch in der Gitarrenarbeit niederschlägt, teils progressiven Anleihen in akkuraten Breaks und abwechslungsreichen Songstrukturen. Auch gleich hier nicht ein Brecher dem nächsten. „Dirt In The Closet“ erweckt so gleich von Beginn an eher den Eindruck, als käme gleich ein flotter Power Metal-Track in Hammerfall-Manier, das Riffing ist entsprechend. Damit hat es sich aber auch alsbald wieder und es wird in eine aggressivere und unendlich treibende Richtung gelenkt. Diese Scheibe ist absolut handfest und schon der nächste Song, „Never There“ brilliert mit stampfender Aufmachung und huldigt an sich allem, was kraftvollen Metal ausmacht.

Viele Details und Nuancen

Der Band gelingt ein ständiger Spagat zwischen Thrash und Power Metal mit Einflüssen verschiedenster Richtungen und es wäre ein Wunder, wenn hier nicht eine Menge Metaller quer durch die Genres anspringen. Wer Anthrax, Kreator und Co mag, muss sich dieses Album auf jeden Fall holen. Auch die Details, die man bei genauem Hinhören immer wieder neu heraushört, untermauern das intelligente und sehr gut durchdachte Songwriting. Die Songs wachsen nicht nur innerhalb ihres Verlaufs, eben durch die Strukturen bedingt, sondern auch mit jedem Mal Hören. Die Jungs bringen auf alle Fälle eine Menge Power und Abwechslung unters Volk und schlagt mich jetzt nicht, aber Metallica und Co können bei dieser Scheibe echt mal ganz gepflegt neidisch werden.

Hammerhart und doch melodisch

„Battery“ vermitteln einen als Hörer den Eindruck, als wäre diese Band eigentlich schon immer Thrash- und Power Metal-Getümmel unterwegs gewesen, die absolute Selbstverständlichkeit. Die Songführung ist schon fast traumwandlerisch sicher, hier sitz jeder Ton exakt dort, wo er hingehört. Bleibt abzuwarten, wann Fateful Finality auf den Main Stages anderen Bands den Rang ablaufen. Ein frischer, energie-geladener Output, bei dem es wirklich schwierig ist, wirkliche Höhepunkte zu nennen. Jeder Song ist klasse. Nun ja, versuchen kann man es ja mal, da wären „Unchained“, das ruppige „Never There“, das unnachgiebige „Suck Me Dry“ mit leichten Hardcore-Anleihen und cooler Auflösung wie auch Breaks. Und wer meint, die Band würde die Platte genüßlich ausklingen lassen, täuscht sich gewaltig. Auch hier dominieren Druck, sauber und elegant gespielte Drums, kehliger, kraftvoller Gesang und eine tolle Hook. Bei dieser Platte gibt´s keine großen Diskussionen. Eigentlich gar keine.

Tracklist

  1. Get Things Straight
  2. Dirt In The Closet
  3. Never There
  4. Facades
  5. 06 Misfit
  6. Rite
  7. Unchained
  8. Undre Pressure
  9. Suck Me Dry
  10. Remain In Mind

photocredit: https://www.facebook.com/Fateful.Finality.Metal/photos

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