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Veröffentlicht am 15.09.2015 von nemesis

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Full Devil Jacket

Full Devil Jacket: „Valley Of The Bones“

Geniale Kombination

Hammerhart, was so alles passieren kann, wenn sich Bands, die eigentlich etwas Nu Metal beeinflusst rumsteuern, den traditionellen Trademarks des Rock und Metal Platz machen. Full Devil Jackets neuer Output Valley Of The Bones ist schlichtweg ein Knaller. Da treffen typische Nu Metal geprägte Vocals auf Momente, die wiederum stark an Songs erinnern, die auch aus Queensryche´s Feder stammen könnten. Betrachtet man deren ruhigere, sphärischere Tracks. Absolut eingängige Melodien mit einer Menge Charisma und Biss wohnt den Songs inne. „The Moment“ ist ein perfektes Beispiel für die Melodie- und Stimmungsstärke der Band.

Transparenz meets Heavyness

Das gleich anschließende „We Got The Love“ punktet gleich von Beginn an mit saftigen 80er-Elementen und einfach mitreißender Machart. Dabei werden aber auch die kleinen Kniffe und Nuancen am Rande nicht vergessen, die auch die eingängigsten Momente aus der Masse herausspitzen lassen. Ohrwürmer mit Charakter kann man da nur sagen. Synthie-Klängen wird sich bei allen derb und kompromisslos gestalteten Songs auch nicht erwehrt – so entwickelt sich diese anfängliche Mischung immer zu absolut ins Ohr gehenden Momenten. Eine perfekte Nummer mit einer Menge Power ist auch „Valley Of Bones“, so hätte zum Beispiel In Flames´“Cloud Connected“ klingen können, wenn man nach einer treibenden, melodischen Auflösung gesucht hätte.

Von Oldschool bis Nu Metal

Mal sind die Vocals sanfter, mal dreckiger und kehliger, ebenso auch die allgemeine instrumentelle Arbeit. Full Devil Jacket verknüpfen hier zeitlosen, melodischen Metal/ Hardrock mit den besten Elementen und der verzweifelten, weiterstrebenden und doch gebremsten Dynamik des Nu Metal zu einer sich stetig steigernden Melange. Der Silberling entfaltet eine unglaubliche Intensität, ein Hin und Her zwischen enormer Tiefe und Power. An sich ist die Produktion sehr trocken und satt gestaltet, verspielte Momente finden sich mehr im Hintergrund, was die Sache aber noch interessanter macht. Full Devil Jacket scheuen sich nicht, so einfach querbeet vom Besten zu bedienen. Da finden sich Stoner Rock-Gitarren zu Nickelback ähnlichen Ansätzen, auch Momente, die eher in die Hardcore-oder Thrash-Ecke tendieren finden ihre Nische.

Dezente Reminiszenzen

Auffällig ist dabei, dass sich die härteren und enorm druckvollen Parts irgendwie zweigeteilt zeigen: Zum einen nicht unnachgiebigen, kalt wirkenden Gitarren, die Vocals wirken hingegen selbst bei Growling-Ansätzen melodisch und fast schon nach außen schreiend. Den groovigsten Track dürfte wohl, dass auch rhythmisch mit guten Breaks versehene „Picturebox Voodoo“ darstellen. Dahingegen fühlt man sich bei „Paper Crown“ stark an Guns´n´Roses erinnert – leicht schräge Vocals, akustische Dominanz, detaillierte Gitarrenarbeit. Den offiziellen Abschluss dieses Scheibchen bildet „August“, eine sehr ruhige Ballade. Hintergründig und transparent zugleich wird dieser Track durch einnehmende Gesangsarbeit getragen, ebenso wie durch liebevolle und dezente Akzentuierung durch die Instrumente.

Nochmal auf die Backen gibt´s dann nochmal für alle, die sich die europäische Version des Silberling krallen: „Time In The Flames“ macht nochmal so richtig deutlich, wie verwaschener Metal mit dezenten Einflüssen aus dem Thrash zu klingen hat. Anspieltips: Alle

Tracklist

  1. Killers
  2. Valley Of Bones
  3. 7X Down
  4. The Moment
  5. We Got The Love
  6. What If I Say
  7. Blood Of the Innocent
  8. Picturebox Voodoo
  9. Paper Crown
  10. August
  11. Time In The Flames (Europa – Bonus)


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