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Veröffentlicht am 23.08.2016 von Claudia Niedermeier

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Mit Khaldera der Welt entfliehen

Die Schweizer Instruemental-Musiker Khaldera veröffentlichen am 26. August ihre zweite EP „Alteration“, die den Zuhörer weit von der Realität entfernt, wenn er sich darauf einlässt.

Wenn Musiktitel die 3:30 Min-Marke überschreiten, ist von vornherein klar, dass es sich um keinen Mainstream-Track handelt, der im Radio läuft, zu dem man mitsummen möchte oder in der Disco tanzt. Die Schweizer Musiker Khaldera liefern mit ihrer neuen EP „Alteration“ gleich drei solch ausgedehnter Stücke, sodass die Platte auf eine Gesamtspielzeit von 16 Minuten kommt. Die neue Platte erscheint beim Label Czar of Revelations und beendet die lange Wartezeit. Die letzte Veröffentlichung von Khaldera liegt nämlich drei Jahre zurück.

Musik abspielen, Kopf ausschalten und treiben lassen

Wer Lust hat, sich vom Alltag und der kalten Realität für ein paar Minuten abzukapseln, den unterstützen die Songs von Khaldera perfekt. Die erste Nummer „Impendig Tempest“ beginnt noch sehr leise, baut sich dann aber immer mehr zu eine klangstarken Mauer auf, in der starke Gitarrenriffs den Zuhörer gefangen nehmen. Die Reise in eine andere Welt beginnt. Der langsame Rhyhtmus und das gesteigerte Soundvolumen verleihen dem Song etwas erhabenes, etwas sehr majestätisches. Gegen Ende des Tracks bricht die Klangmauer in sich zusammen und ganz neue Töne werden angestimmt. Diese enden allerdings völlig abrupt und ohne Vorwarnung, sodass sich der Hörer plötzlich im zweiten Titel „The Inevitability of Transition“ befindet. Ganz anders als im ersten Track wird hier mit voller Lautstärke begonnen und diese bis zum Ende aufrechterhalten. Auch hier spielen die mitreißenden Gitarrenriffs die Hauptrolle, die von kräftigen Schlagzeugbeats unterstützt werden. Der Zuhörer wird in eine Welt fortgetragen, in der er nur noch der Musik der Schweizer lauschen muss, ohne eigenen Gedanken nachzuhängen. Die letzte Nummer der EP trägt den bezeichnenden Titel „Afterglow“, ein Nachglühen der Musik, die man gerade sehr intensiv erleben durfte. Die Schweizer Musiker stimmen leisere, ruhigere Töne an, die den Zuhörer langsam in die Realität zurück tragen und ihm sagen: „Aufwachen, deine Reise ist hier zu Ende“. Schade, sie hätte gerne noch länger andauern dürfen.

Credits:
Titelbild by Merlin Leuenberger

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