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Veröffentlicht am 29.03.2016 von nemesis

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Chinchilla In Own Words Chinchilla

Madness war schon eine der faszinierensten Scheiben der Band – und so musste einfach ein In Own Words her. Udo Gerstenmeyer steht also zu den einzelnen Stücken Rede und Antwort und erlaubt einen etwas tieferen Einblick in die chinchillanische Idee des Albums. Hier also zu den Texten, die Udo, sieht man mal von dem Kiss-Cover „I Stole Your Love“ und „Tears“ ab, im Alleingang verfasst hat.

Von Liebe und anderen Gefühlskatastrophen

„Die Lyrics handeln im Allgemeinen von den guten und schlechten Erfahrungen, die das Leben mit sich bringt, und repräsentieren zudem auch meine ganz persönliche Sichtweise und Meinung über das Leben. Die beiden Love-Stories „Broken Heart“ und „Anymore“ sind an meine Ex-Frau gerichtet. Die Songs handeln von den miesen Zeiten, die man durchlebt, wenn man seine große Liebe, die wir einmal hatten, verliert. Von den Dingen, die wir verloren haben, nachdem wir getrennte Wege in unserem Leben eingeschlagen haben.

Die Liebe zwischen meiner Frau und mir hatte etwas von Himmel und Hölle: Einerseits liebt man sich, andererseits ist da auch Hass. Ein Gegensatz, wie er auch in dem Song „Dark And Light“ zum Tragen kommt. Ich habe für mich daraus gezogen, eine gewisse Zeit alleine zu sein, mich von dieser Enttäuschung versuchen wieder zu fangen, neue Kraft zu sammeln und eine neue Ära in meinem Leben zu beginnen.“

Das andere Extrem

Wie einschneidend eine solche Entwicklung im Privatleben sein kann, weiß wohl jeder von uns. Und seien wir mal ehrlich: Jeder noch so harte Metaller, der sich vielleicht nach außen keine Blöße geben will, hat sich des Öfteren schon die Augen nach der/dem Verflossenen ausgeweint. Mit den drei, bisher erwähnten Songs, war die Geschichte für Udo jedenfalls noch nicht abgefertigt: „Ich bin nachts durch dunkle Straßen gelaufen und habe mich selbst gefragt „Why Did All This Happen?“ – warum ist alles so gekommen. Das ist der Inhalt des Songs „Living On My Own“… ein Spiegelbild all dieser negativen und drückenden Gefühle.“ Einem ganz anderen Thema sind andere Songs von „Madness“ gewidmet. „

“Fight“, „Madness“ und „Where The Brave Belong“ handeln von Krieg, dem großen Paten von allen Zwistigkeiten auf dieser Welt. Schauen wir uns doch mal die menschliche Geschichte an, es wiederholt sich alles, ist immer dasselbe: Kein Land ist in der Lage, die ganze Welt zu erobern. Es gibt eine Handvoll Leute, sogenannte Führer, und ihre verrückten, kranken, auch psychopathischen und schizophrenen Ideen durch einen Krieg eine Nation oder die Welt zu beherrschen. Es gab Zeiten, in denen diese Verrückten die Gedanken der Menschen vernebelt haben. Wir müssen die Kriege kämpfen, nicht sie.

Wenn sich Weltverbesserer äußern

Diese Leute genießen zu Hause ihr Leben, zählen ihr Geld, aber in Schwierigkeiten sind wir. Man verliert Freunde, Gesundheit und vielleicht auch sein Leben. Einzig und allein für dumme Idioten.“ Man mag diese Worte als Äußerungen eines Weltverbesserers sehen, was manchmal in der heutigen Zeit schon als fast negativ eingestuft wird. Dennoch ist es doch ab und an nötig, sich auch mit unangenehmen Themen zu konfrontieren, um nicht dieselben Fehler immer und immer wieder zu machen. „Ich finde, es ist wichtig, den Leuten zu zeigen, was hinter diesen gefährlichen Kriegsspielen steckt. Es ist egal, wo man lebt, überall geht die gleiche Chose ab. Vielleicht weil wir alle, und vielleicht auch die Politiker, nur Sklaven von verdrehten, machtorientierten Business-Chefs und Groß-Konzernen sind. Das ist die Wahrheit über unsere moderne, sogenannte Demokratie. Das Ergebnis all dieser Dummheit könnte ein Atom-Krieg sein.

Der Songs „Tears“ handelt von einem Mädchen ohne Haare, das überlebt hat. Sie ist das Symbol als letzte Überlebende einer Zeit nach einem nuklearen Krieg.“ Nicht ganz so tiefgründig und thematisch anders gelagert ruckelt „Queen Of The Rain“ um die Ecke: „In diesem Track geht es um eine gutaussehende Frau, die die Herzen aller Männer bricht. Er handelt davon, das Opfer seiner Liebe und der eigene Auslieferung zu sein. Man geht auf die Knie und hat dabei nur zwei Möglichkeiten: Wieder aufzustehen und gegen alle Widerstände und Grenzen zu kämpfen oder niemals ein „Mann“ zu sein.“

Alben:

  • Horrorscope
  • Madness
  • The Last Millennium
  • Madtropolis
  • Take No Prisoners

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